Am Zukunftsprojekt Bahnausbau festhalten

Veröffentlicht am 16.10.2008 in Pressemitteilungen

Künzelsauer SPD fordert neue Diskussion über Weiterführung der Stadtbahn

Die Bedeutung der Bahn für die Region Hohenlohe-Franken und für die Entwicklung der Kreisstadt Künzelsau standen im Mittelpunkt des Mitgliederversammlung der Künzelsauer SPD. Im Gedankenaustausch mit dem Bahnexperten Oliver Paul vom Fahrgastverband Pro Bahn bildete sich eine breite Zustimmung dafür heraus, die Themen Bahnanschluss und Optimierung der Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs wieder stärker in den politischen Fokus zu rücken.

»Ohne den Ausbau der Bahninfrastruktur im Nahverkehr und als Anschluss zu den Ballungszentren verschenkt der Raum Hohenlohe mit seinem großen Potenzial als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort sowie als Wohn- und Freizeitraum Attraktivität und somit wichtige Zukunftschancen«, so der Bahnexperte Oliver Paul. Insbesondere die immer noch bestehende Elektrifizierungslücke von 30 km zwischen den Haltestellen Öhringen–Cappel und Schwäbisch Hall–Hessental stelle einen Anachronismus dar und müsse endlich mit gemeinsamen Anstrengungen umgesetzt werden. Der Ausbau käme der ganzen Region durch die verbesserte Anbindung an die benachbarten Oberzentren, an die Fernverkehrsnetze und nicht zuletzt auch als Entlastung der Autobahn im Güter– und Personenverkehr zu Gute. Die gesamte Region Heilbronn-Franken müsse sich für die Elektrifizierung stark machen.

Aus der Künzelsauer Perspektive wies der Ortsvereinsvorsitzende Wim Buesink auf die Renaissance des Öffentlichen Nahverkehrs hin, angesichts der steigenden Energiepreise und der Anforderungen des Klimaschutzes. Buesink verwies auch auf lokale Gründe, die es für sinnvoll erscheinen ließen, das Thema Stadtbahnanschluss wieder im neuen Lichte zu diskutieren. So zeigten die Erfahrungen mit der Stadtbahn in Öhringen mit über drei Millionen Fahrgästen pro Jahr in Richtung Heilbronn, wie gut die neue Bahnanbindung zum Oberzentrum Heilbronn im Alltag angenommen werde. Auch Künzelsau biete als prosperierender Wirtschaftstandort mit über 10 000 Arbeitsplätzen und über 8000 täglichen Einpendlern sowie als Standort der Fachhochschule und der neuen Schule Anne-Sophie wachsende Potenziale. Buesink: »Es geht nicht darum, utopische Forderungen in den Raum zu stellen. Das Thema Stadtbahnanschluss Künzelsau darf aber angesichts des weiter wachsenden Potenzials für die Entwicklung der Kreisstadt und des Kreises nicht in Vergessenheit geraten, sondern gehört wieder auf die politische Tagesordnung. Die Künzelsauer SPD wird hier weiter am Ball bleiben.«

 

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