Ortsverein
Hohenloher Zeitung, 04.04.2026

Im Dezember traf sich der SPD-Ortsverein Künzelsau-Ingelfingen zu seiner Jahresfeier mit Ehrungen. Zu Beginn gedachten die Mitglieder dabei Albrecht Baumann, Wolfgang Kunzfeld und Ted Moré, die 2025 gestorben sind.
Bei ihrem Rückblick ließ die Vorsitzende Eva Neubert das Jahr 2025 Revue passieren: Vom Neujahrsempfang im Januar, bei dem Hans-Jürgen Saknus mit der Willy-Brandt-Medaille geehrt wurde, über die vorgezogene Bundestagswahl bis hin zu diskussionsfreudigen Stammtischen und einigen Neumitgliedern.
Geehrt wurden an diesem Abend für 35 Jahre SPD-Mitgliedschaft Birgit Muth, für 50 Jahre Evelyne Gebhardt, Wilhelm Leidenberger, Bernd Winter und für 55 Jahre Christian Hannig, Wilhelm Lüdemann und Heinz Sauter. Martin Probst bekam ein kleines Geschenk als nachträgliche Gratulation zur Verleihung der Künzelsauer Ehrenmünze.
Beim anschließenden gemeinsamen Essen diskutierten die Mitglieder mit dem SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Jonas Aberle, dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Kevin Leiser und mit der ehemaligen Europaabgeordneten Evelyne Gebhardt.
„Nicht weniger, sondern mehr Demokratie – das ist die Forderung, das ist das große Ziel, dem wir uns alle und zumal die Jugend zu verschreiben haben“, mit diesem Zitat aus der Rede Gustav Heinemanns zu dessen Amtseinführung als Bundespräsident im Jahr 1969 begrüßte die Ortsvereinsvorsitzende Eva Neubert die Gäste, im Besonderen den Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann, den Öhringer Oberbürgermeister Patrick Wegener, zahlreiche Kommunalpolitiker und Vertreter des THW zum Neujahrsempfang am 18.01.2026 in der Stadthalle Künzelsau.
In seinem Grußwort nahm Stefan Neumann die Gedanken der OV-Vorsitzenden auf und betonte, ehrenamtliches Engagement – ob in Parteien, in Vereinen oder im Bevölkerungsschutz – sei Kern der Gesellschaft und halte diese fest zusammen.
Angesichts der aktuellen Situation in der Welt erklärte der Hauptredner Martin Gerster, Bundestagsabgeordneter aus Biberach, in aller Klarheit, Trump breche mit seinem Griff nach Venezuela und Grönland Völkerrecht. „Zu sagen, dass das Thema komplex ist, reicht einfach nicht aus“, so Gerster weiter. Es müsse sowohl in die Verteidigung als auch in den Bevölkerungsschutz massiv investiert werden, denn der europäische Teil der Nato müsse auf diese Aggression eine Antwort finden. Den Wunsch nach einem ruhigen, friedvollen Jahr 2026, den die Ortsvereinsvorsitzende zu Beginn den Gästen mit auf den Weg gegeben hatte, teilte Gerster. Leider könne aber „nach den ersten 18 Tagen in diesem Jahr davon keine Rede mehr sein“, so der Vorsitzende der SPD-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag.