Ortsverein
Gut 40 Besucherinnen und Besucher kamen, um sich bei der Fachfrau zu informieren. Die SPD Künzelsau hatte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, die Ulmerin Hilde Mattheis, nach Künzelsau geladen um der Frage nachzugehen: was geschieht mit den Krankenhäusern im ländlichen Raum?
Hilde Mattheis spannte dabei den Bogen und machte deutlich: die Bundesregierung steht zu der flächendeckenden Versorgung, auch zum ländlichem Raum. Alles hängt mit allem zusammen. Und: der Krankenhausstrukturfonds ist nicht als „Schließungsfonds“, sondern dient dazu, Überkapazitäten abzubauen und neue effektive und qualitative Strukturen aufzubauen. Beachten müsse man aber auch, dass die Ausgestaltung der Fördergelder in Landeshoheit liegen.
„Ich finde es ausgesprochen gut, dass jetzt alle Beteiligten miteinander reden und an einem gemeinsamen Konzept feilen und ausarbeiten, wie die medizinische Versorgung in Künzelsau künftig aussehen kann,“ erklärte die Hohenloher SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Sawade. „Es ist vollkommen berechtigt, wenn die Positionen und Fronten klar gemacht werden. Um voranzukommen muss man jedoch an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten. Ich freue mich, dass dies nun geschieht.“
Mattheis ergänzte: „Gesundheitspolitik ist ein Politikbereich, indem Bund und Land gemeinsam arbeiten müssen. Etwa beim Krankenhausstrukturfonds. Der Bund gibt 500 Millionen, die Länder geben 500 Millionen. Wie die Mittel vor Ort vergeben und unter welchen Maßstäben, entscheiden die Länder. Unsere Vorgabe lautet nur: die Mittel gibt es, wenn neue Konzepte umgesetzt werden, um die Struktur vor Ort zu verändern.“ In diesem Zusammenhang verwies Mattheis auf viele regionale Beispiele. Da die Krankenhauslandschaft zwischen den Bundesländern nicht vergleichbar sei, gebe der Bund in diesem Fall auch keine einheitlichen Vorgaben.
Bei ihrer erstmals gemeinsamen Feierstunde konnten die SPD-Ortsvereine in Künzelsau und Ingelfingen langjährige Mitglieder ehren. Günter Andersen ist seit 60 Jahren Parteimitglied und wohnt auf dem Altersruhesitz in Schloss Stetten. Seine aktive politische Arbeit erlebte er vor allem im Raum Kassel, wo er mit Heinz Eichel oder Holger Börner in verschiedenen Gremien mitwirkte. Dr. Hans Hagdorn und seine Ehefrau Karin Hagdorn aus Ingelfingen sind seit 40 Jahren Mitglieder in der SPD. Karin Hagdorn war neben ihrer Vorstandsarbeit im Ortsverein Zweitkandidatin bei der Landtagswahl 2013.
Andreas Stoch, ehemaliger Kultusminister und jetziger SPD-Fraktionsvorsitzender im baden-württembergischen Landtag ehrte zusammen mit den Ortsvorsitzenden Alfred Leuser und Hans-Jürgen Saknus die Jubilare. Auch gab er einen Überblick über das abgelaufene Jahr, das für die SPD in Landes alles andere als einfach war. Die gute Regierungsarbeit der abgelaufenen Legislaturperiode hat sich im Wahlergebnis nicht wiedergefunden. Die Jubilare ihrerseits erzählten von für sie wichtigen Ereignissen mit der SPD und machten Mut, sich jetzt wieder neu zu sammeln und sich glaubwürdig für die sozialdemokratischen Ziele ein zu setzen.
Niedernhall – Einstimmig schlägt der Kreisvorstand der Hohenloher SPD seinen Mitgliedern vor, dass die amtierenden Bundestagsabgeordnete Annette Sawade auch zur Bundestagswahl 2017 wieder ihre Kandidatin sein soll.
Nach der bereits erfolgten Unterstützung durch den SPD-Kreisvorstand Schwäbisch Hall im Juni, war die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Sawade am gestrigen 20. Juli nach Niedernhall zur Sitzung des Hohenloher SPD-Kreisvorstands gekommen um auch dort ihre Bereitschaft für eine erneute Bundestagskandidatur zu erklären und um die Unterstützung der Genossinnen und Genossen zu werben.